DAS KLEINE MUSEUM

KULTUR AUF DER PEUNT

Museum für zeitgenössische Kunst

Es ist der Gedanke der Fruchtbarkeit, welcher das Projekt "Das Kleine Museum" von Anfang an geleitet hat. Im Jahr 2007 öffnete es in Weißenstadt seine Pforten, und zwar auf einer Flur, die früher "die Peunt" genannt wurde und für seine üppig blühenden und ertragreichen Wiesen bekannt war. Nach Auffassung der Museumsgründerin, Dr. Laura Krainz-Leupoldt, bedeutet kulturelle Fruchtbarkeit, zeitgenössische Kunst in einer Art und Weise zu zeigen, die vom Besucher eine starke persönliche Anteilnahme verlangt. Er tritt mit den Kunstwerken in eine Beziehung des permanenten Suchens und Entdeckens, des Dialogs und der Gegenüberstellung. So werden die Samen für eine gute Pflanze ausgesät. Kunst und Kultur können dem Leben Struktur und Bedeutung geben: Dies ist das Kennzeichen eines Pfades, auf dem Einfachheit, Strenge und Klarheit zu den Zielen einer künstlerischen Erfahrung werden. Und zugleich sind sie Impulse für das eigene Nachdenken, Orientierungspunkte für den Alltag.

 

Weniger ist mehr
Less is more
Mies van der Rohe


Einfachheit der Form entspricht nicht unbedingt einer Einfachheit der Erfahrung.
Simplicity of shape does not necessarily equate with simplify of experience.
Robert Morris


...Minimalismus... strebt nach dem Wesen der Dinge, nicht nach dem Nichts...
...Minimalism... is seeking for the essence of things and not for nothing...
Lóla Gomez & Susana Gonzáles Torres

Die Fassade des Kleinen Museums ist das Werk von Marcello Morandini, einem der bedeutendsten Vertreter der Konkreten Kunst in Europa. Über die Entstehung des Fassadenentwurfes berichtet er:

"Der Entwurf, der nach vier anderen Vorschlägen entstanden ist und durch den Bezug auf die Grundformen der Geometrie einen ganz eigenen Charakter aufweist, trägt ein klares, starkes und aussagekräftiges Erscheinungsbild: Er ist zu einem unverwechselbaren Logo für die Triebkraft der Kultur geworden und ruft eine überraschende Wirkung hervor, die sogar mich selbst überrascht hat.

Konsequent wird die Ordnung der Geometrie durch ihre Grundformen Kreis, Dreieck und Quadrat repräsentiert. Sie befinden sich deutlich sichtbar zu Füßen und auf den Flanken der rechteckigen Museumsfassade und sind in den beiden Grundfarben der visuellen Wahrnehmung - Schwarz und Weiß - gehalten. Für die erste Farbe wurde Granit benutzt, für die zweite Carrara-Marmor, der aus denselben Steinbrüchen stammt, aus denen Michelangelo einst die besten Blöcke für seine Arbeiten wählte. Eine konkrete Geste, um die zeitgenössische Kunst mit ihrer Tradition in Verbindung treten zu lassen.